EEG & Vergütung

EEG Einspeisevergütung 2025: Wie viel bekommst du für deinen Solarstrom?

📅 Aktualisiert: Mai 2025 ⏱ Lesezeit: ca. 6 Minuten ✍️ SolarRechner-Redaktion

Jede neue Solaranlage in Deutschland erhält per Gesetz eine garantierte Vergütung für eingespeisten Strom — das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichert diese für 20 Jahre ab Inbetriebnahme zu. Aber wie viel bekommst du genau? Und welche Variante lohnt sich mehr: Volleinspeisung oder Überschusseinspeisung? Wir erklären alles klar und aktuell.

Die aktuellen EEG-Vergütungssätze 2025

Die EEG-Vergütungssätze werden halbjährlich angepasst und sinken mit jedem Halbjahr leicht, um den Marktpreissinkungseffekt widerzuspiegeln. Hier die aktuellen Sätze für neue Anlagen (Stand: erstes Halbjahr 2025):

Bis 10 kWp — Volleinspeisung
12,87
ct/kWh
Du speist den gesamten erzeugten Strom ein und kaufst deinen Haushaltsstrom separat ein.
10–40 kWp — Überschusseinspeisung
7,03
ct/kWh
Für größere Anlagen, z.B. auf Mehrfamilienhäusern oder mit E-Auto-Ladeinfrastruktur.
10–40 kWp — Volleinspeisung
10,90
ct/kWh
Volleinspeisung für mittlere Anlagen zwischen 10 und 40 kWp.
Wichtig: Die oben genannten Sätze gelten für Anlagen, die 2025 in Betrieb genommen werden. Sobald die Anlage registriert ist, wird der Tarif für 20 Jahre festgeschrieben — unabhängig von künftigen Senkungen.

Überschusseinspeisung vs. Volleinspeisung: Was ist besser?

Die Wahl zwischen den beiden Modellen hängt von deiner persönlichen Situation ab. Hier ein direkter Vergleich:

✓ Empfohlen für die meisten

Überschusseinspeisung

Du verbrauchst deinen Solarstrom zunächst selbst. Nur der Überschuss wird ins Netz eingespeist und vergütet (8,11 ct/kWh).

Vorteil: Eigenverbrauchter Strom ersetzt teuren Netzstrom (34 ct/kWh) — das ist 4× so wertvoll wie Einspeisung.

Ideal wenn: Tagsüber viel Strom verbraucht wird (Homeoffice, E-Auto, Wärmepumpe).

Alternative

Volleinspeisung

Der gesamte erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist (12,87 ct/kWh). Deinen Haushaltsstrom kaufst du normal ein.

Vorteil: Höherer Tarif pro kWh, einfachere Messung, keine Eigenverbrauchs-Optimierung nötig.

Ideal wenn: Kaum Stromverbrauch tagsüber (z.B. Ferienhaus, viele Berufstätige).

Rechenbeispiel: Was ist wirklich besser?

Nehmen wir eine 8-kWp-Anlage mit 8.080 kWh Jahresertrag und einem Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch:

VarianteEigenverbrauch (€)Einspeisung (€)Gesamt/Jahr
Überschusseinspeisung 2.262 kWh × 0,34 € = 769 € 5.818 kWh × 0,0811 € = 472 € 1.241 €
Volleinspeisung 0 € (kein Eigenverbrauch) 8.080 kWh × 0,1287 € = 1.039 € 1.039 €

In diesem typischen Haushalt ist die Überschusseinspeisung um ca. 200 € pro Jahr rentabler. Für die meisten Familien ist sie daher die richtige Wahl.

Wie meldest du deine Anlage an?

Um die EEG-Vergütung zu erhalten, musst du deine Anlage korrekt registrieren. Dein Installateur übernimmt das in der Regel — hier der Überblick:

Wie lange wird die Vergütung gezahlt?

Die EEG-Einspeisevergütung wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert. Wer seine Anlage also 2025 in Betrieb nimmt, erhält die Vergütung bis 2045 — unabhängig davon, wie sich die Tarife für neu installierte Anlagen entwickeln.

Nach Ablauf der 20-jährigen Vergütungszeit kann der Strom weiterhin eingespeist werden. Die Vergütung richtet sich dann nach dem Marktwert und ist deutlich niedriger. Die Alternative nach Ablauf der Förderdauer: Direktvermarktung oder erhöhter Eigenverbrauch.

Fazit: Lohnt sich die Einspeisung 2025 noch?

Ja — aber die Logik hat sich verändert. Früher (bis ca. 2012) lohnte sich Volleinspeisung mit hohen Tarifen von 30–50 ct/kWh besonders stark. Heute liegt der Mehrwert klar beim Eigenverbrauch: Wer seinen Solarstrom selbst nutzt, spart viermal so viel wie er durch Einspeisung verdienen würde.

Trotzdem ist die Einspeisung weiterhin attraktiv: 8,11 ct/kWh für Strom, den man sowieso nicht nutzen kann, ist deutlich besser als nichts. Die Kombination aus Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung ist für die meisten Haushalte 2025 die optimale Strategie.

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